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Tipp gegen zu starkes Schwitzen - Hyperhidrose

von Marina - 22.09.2022

Einleitung

Hier geht es nicht um normales Schwitzen bei Hitze oder Sport o.ä.. Dieses Schwitzen ist eine notwendige Wärmeregulierung.

Manche Menschen schwitzen sehr viel mehr, wenn nicht sogar ständig. Hierbei kann eine ernste Erkrankung verantwortlich sein und sollte vom Arzt abgeklärt werden.

(Ich bin kein Mediziner, daher möchte und kann ich hier keine Ratschläge bei ernsten Erkrankungen geben.)

Ansonsten gibt es diese Fälle, bei denen der Arzt keine Ursache feststellen kann, und um diese Fälle geht es hier.

Zu diesen Fällen gehöre auch ich, wobei ich mich da mittlerweile verbessert habe und mir dabei einiges bewusst geworden ist.

Und dieses möchte ich mit Dir teilen, vielleicht hilft es Dir auch.

Mein Leidensweg zur Lösung

Früher hatte ich ständig nasse Achseln. Ich konnte frieren und schwitzen gleichzeitig. Ich habe meine Kleidung sogar danach ausgelegt, da es mir peinlich war, wenn jemand meine großen Seen unter den Achseln sehen konnte:

bevorzugt schwarze Kleidung, da man dort am wenigsten erkennen konnte, lockere Kleidung, die nicht am Körper anliegt, und wenn es warm genug war, immer achselfreie Tops.

Irgendwann wurde der Leidensdruck so groß, dass ich anfing zu recherchieren.

Ich fand die Möglichkeit die Schweißdrüsen entfernen zu lassen. So etwas ist aber immer mit Risiken und hohen Kosten verbunden. Also kam das für mich nicht in Frage.

Später erfuhr ich von einem “Superdeo”, man kann es sich bei der Apotheke anmischen lassen. Es besteht jedoch hauptsächlich aus einer Aluminiumverbindung. Das habe ich tatsächlich auch eine ganze Weile genutzt und es hat auch geholfen. Und das Auftragen nach dem Rasieren hat ordentlich gebrannt. Jedoch gibt es auch den Verdacht diverser Probleme, die Aluminium verursacht (ich kann dazu nur die Arte Doku “Akte Aluminium” empfehlen).

Und da ich weder Brustkrebs noch sonst irgendwelche Krankheiten bekommen wollte, habe ich dieses Deo doch wieder abgesetzt.

Also suchte ich weiter und zwar in alternativen naturheilkundlichen online Gruppen, da ich mittlerweile genug von Risiken und Nebenwirkungen habe.

Dort konnte mir auch keiner helfen, ich wurde dort aber von jemandem auf eine andere Gruppe verwiesen. Bei der anderen Gruppe ging es um Krankheiten und ihre seelischen Ursachen.

Und das war es!

Ich erfuhr was die seelische Ursache für übermäßig starkes Schwitzen ist:

“Ein fortwährender Zustand des Aufmerksam-Seins, bereit, dich zu verteidigen, anzugreifen.”

Um dein Problem zu erkennen und aufzulösen, kannst du dir Fragen stellen wie:

Warum und vor was muss ich mich da “verteidigen” oder “angreifen”?

Da wir in recht sanften Gefilden leben, dürfte es da eher um verbale “Kämpfe” gehen, denen Du meinst Dich zur Wehr setzen zu müssen.

Seelische Probleme reichen oft bis in die Pubertät oder Kindheit zurück.

Wen oder was musstest oder wolltest Du beschützen? Oder musstest Du Dich mehr vor einem Familienmitglied schützen (oder jemand anderem)?

In der Kindheit geschieht einfach sehr viel, weil Kinder noch keine Filter haben und jede Information ungefiltert ins Hirn lassen.

Und so kommt es dann, dass wir die Themen unserer Kindheit im Erwachsenenbewusstsein unbewusst weiterleben.

Was habe ich heute für Themen (Triggerpunkte usw.) und inwiefern können die auf meine Kindheit zurückführen und womit kann ich die eventuell mit Erfahrungen verknüpfen?

Dabei geht es nicht darum sich zu überlegen, was aus meiner heutigen Konditionierung heraus dem Kind hätte ein Thema machen können, sondern das aus der heutigen Situation bei Zeiten fühlen zu können, wie sich mein inneres Kind heute noch fühlt.Es gibt da keine Trennung zwischen Kind und Erwachsensein.

Ein Beispiel bei mir

Nachdem ich all das erfahren hatte, fing ich an mich zu beobachten. In welchen Situationen war ich stark am Schwitzen?

Und es war tatsächlich so. Ich merkte immer wieder, dass ich mich oft angegriffen fühlte. Oder auch die Angst davor etwas falsches zu sagen. Ständig machte mich alles nervös. Zudem ging es mir oft aus gesundheitlichen Gründen nicht gut, solche Momente waren für mich immer sehr unangenehm und peinlich.

Da musste ich nicht lange überlegen. Schon im Kindergarten wurde ich erniedrigt, nur weil ich nicht funktionierte wie ich sollte. In der Grundschule und selbst noch auf dem Gymnasium Gelächter der Mitschüler, nur weil man eine Kleinigkeit, etwas eigentlich Unwichtiges nicht wusste. Und weil ich nie der Norm entsprach und deswegen immer wieder mal gehänselt wurde. Und sogar Belästigung von Jungen.

Alles zusammen hat mich sehr stark geprägt und bis ins Erwachsenenalter verfolgt, ohne dass ich es gemerkt hatte.

Meine letzte Arbeit war für mich eine gute Übung darin meine Gedanken und mein Schwitzen zu kontrollieren, denn ich saß in einem Großraumbüro und hatte ein paar Kollegen, die sich ständig über andere lautstark auslassen mussten.

Sie machten sich lustig oder herablassende Bemerkungen oder Diskussionen über Veganer, Ökos, alternative Medizin usw.. Im Grunde alles, was auf mich zu traf. Nicht dass sie es wussten, ich will ihnen nichts Böses unterstellen. Sie waren einfach nur sehr unbewusste Menschen, die sich an anderen störten, die nicht “Mainstream” sind und dachten sicher nicht daran, dass so jemand bei ihnen mit im Büro sitzt. Daher nahm ich es ihnen nicht übel, vor allem war ich früher auch so, bevor ich all meine schlechten Erfahrungen mit der Schulmedizin und all ihren Nebenwirkungen machte, und bevor ich anfing über alles mehr und mehr nachzudenken, statt alles immer nur gedankenlos nachzuplappern.

Es fing aber richtig in meinem Kopf an zu rattern. Ganze Kämpfe, Diskussionen in meinem Kopf, denn ich wollte mich nicht mit jemandem anlegen. Ich habe mich in meinem Kopf verteidigt was das Zeug hält und ich habe geschwitzt was das Zeug hält! Also übte ich mich darin auch sie so zu akzeptieren, jeder darf denken was er will. Das sollte einem in einem gesunden Maß “egal” sein. Ich dachte auch, ich vergebe Ihnen, denn sie wissen nicht was sie tun ;-) (denn ich weiß es sicher auch oft nicht) Und ich kann nie sicher sein, dass ich weiß, dass ich im Recht bin. Im Grunde weiß ich nur, dass sich alle irren können, selbst ich. Und das ist nicht schlimm, denn jeder irrt sich mal, Irren ist menschlich, es ist nichts dabei. Und statt Angst vor Gelächter zu haben, einfach mal mitlachen bzw. über sich selbst lachen, das lockert das ganze auf.

Naja, wie gesagt, das ganze war eine gute Übung für mich, es war aber auch ein auf und ab. Mal wurde es mit dem Schwitzen besser und mal hatte ich Rückschläge.

Genauso war es, wenn ich mal anderen Leuten sehr viel erzählt hatte und sehr viel meine Meinung kund getan hatte, da ging auch gleich die große Schwitzerei los, aus Angst etwas falsches zu sagen und was andere (schlechtes) über mich denken. Und Diskussionen mit Leuten, bei denen ich mich immer Angegriffen fühlte und mich immer verteidigen musste. Und dann noch meine Nervosität, wenn ich Angst habe, dass es mir in Gegenwart anderer wieder gesundheitlich schlecht geht, die Angst vor der Peinlichkeit und wieder was andere über mich denken. Meine seelischen Ursachen sind für mich mittlerweile nicht zu übersehen, all das blieb für mich früher immer unbemerkt, da ich immer so unbewusst gelebt hatte.

Zusammengefasst:

Im Grunde hilft da nur sich des Problems bewusst werden, die Konfrontation mit dem Problem und die Übung/der Umgang mit dem Problem. Lernen Gelassen zu bleiben.

Mir hat es sehr geholfen. Komplett frei vom Schwitzen bin ich noch nicht, aber es ist viel seltener geworden. Und wenn ich wieder am Schwitzen bin, weiß ich in dem Moment auch schon warum und kann drüber lachen, dass ich wieder auf gewisse Themen noch so stark reagiere.

Ich hoffe, ich kann Dir damit bei deinen Problemen helfen und dass Du vielleicht auch ein oder paar bewusstwerdende AHA-Momente hattest. :)

Wenn ihr mehr über seelische Ursachen von Krankheiten erfahren und auch gern ein Nachschlagewerk haben möchtet, kann ich euch das Buch Die seelischen Ursachen der Krankheiten» von Björn Eybl empfehlen.