Dinkel-Vollkorn Brot im Römertopf backen
von Marina - 08.10.2022
Hier zeige ich dir, wie ich mein Brot am liebsten backe.
Ich bevorzuge Dinkel,da er gesünder als Weizen sein soll. Er ist weniger mit Schadstoffen belastet und hat einen etwas besseren Nährstoffgehalt.
Zudem beinhaltet mein Brot einen Teil Vollkorn, sodass es nicht nur Füllstoffe sondern auch gute Nährstoffe wie Ballaststoffe, Mineralien und Vitamine beinhaltet.
Damit das Brot bekömmlicher wird, lasse ich den Teig etwa einen Tag ruhen. So quellen Ballaststoffe und Stärke richtig auf und werden vom Körper besser verarbeitet.
Dafür braucht es weniger Hefe. Wenn du keinen ganzen Tag Zeit hast, erhöhst du einfach die Hefemenge.
Meine Zutaten sind auch alle in bio-Qualität, da Pestizide krebserregend, das Hormonsystem störend und giftig für die Nerven sein können.
Gerade bei Weizen und anderen Getreidesorten wird kurz vor der Ernte nochmal gespritzt, damit unreife Körner schnell nachreifen und gleichzeitig Unkraut abstirbt. Hier ist die erlaubte Menge an Pestizidrückständen um das 10-fache höher als bei Obst und Gemüse. Und diese Pestizide werden dann auch in den verarbeiteten Getreideprodukten nachgewiesen.
Natürlich belasten diese Gifte nicht nur direkt den Mensch, sondern auch Tiere, Pflanzen und Gewässer, wodurch der Mensch am Ende noch zusätzlich belastet wird.
Hier ist mein Rezept:
Zutaten:
- 200g Dinkelmehl Vollkorn
- 300g Dinkelmehl Typ 1050
- 1 Tl Salz (ich verwende deutsches Steinsalz)
- 300ml Wasser
- 2 El Olivenöl

Die trockenen Zutaten in eine Schüssel geben und vermischen. Anschließend Wasser und Öl hinzugeben, verrühren, und von Hand (oder mit Teigknetmaschine) kneten.
Langes Kneten sorgt für einen luftig-lockeren Teig. Ich knete ihn 10 Minuten von Hand. Mir reicht das. Andere empfehlen sogar 20 bis 40 Minuten, so viel Zeit habe ich jedoch nicht. Mit der Maschine geht so etwas natürlich schneller und einfacher.
Das Öl macht das Brot weicher, saftiger und länger haltbar.
Anschließend den Teig zu einer Kugel geformt in einer Schüssel mit Frischhaltefolie abdecken. Die Folie hält den Teig frisch, ein Geschirrtuch allein reicht nicht, der Teig trocknet sonst an der Oberfläche aus. Da meine Schüssel um 1cm breiter ist als die Folie, lege ich vorsichtshalber noch ein Geschirrtuch drüber. Die selbe Folie benutze ich immer wieder. Gebraucht funktioniert sie genauso gut wie neu, das schont die Umwelt und den Geldbeutel.
Nun den Teig an einem warmen Ort gehen lassen. Früher habe ich ihn einfach so in der Küche stehen lassen, das hatte gereicht. Zur Zeit ist es jedoch so kalt, das der Teig viel zu langsam geht. Daher stelle ich ihn in den Backofen, den ich auf 30°C aufheize und gleich wieder ausmache, sodass die Restwärme genutzt wird.

Der Teig nach etwa einem Tag.

Nach etwa einem Tag Teigruhe den Teig mit einer Teigkarte o.ä. von der Schüssel lösen, mit Mehl bestreuen und ein paar mal zusammenfalten.
Den Römertopf mit etwas Öl bestreichen und ein wenig bemehlen.

Anschließend den Teig mit der glatten Seite nach oben in den Römertopf legen. Mit einem scharfen Messer kann man den Teig 1cm tief einschneiden, muss man aber nicht. Mit Einschneiden bricht er an dieser Stelle auf, ohne einschneiden bricht er unkontrolliert auf.

Jetzt noch den Deckel aufsetzen und in den Ofen schieben. Beim Brotbacken wässere ich den Deckel nicht.
Nun lasse ich ihn noch 5 bis 10 Minuten gehen. 30 Minuten sind hier viel zu lange (der Teig fällt wieder ein), da der Backofen nicht vorgeheizt ist und beim aufheizen auch noch etwas gehen kann.
Bei Umluft die Temperatur auf 180°C stellen und 1 Stunde und 5 Minuten backen. Ich lasse den Deckel bis zum Schluss drauf, da wir keine harte Kruste mögen. Die Kruste wird hier wirklich sehr dünn und weich. Wer eine dickere Kruste mag, kann den Deckel 5 bis 10 Minuten vor Backende abnehmen.
Ich nutze auch hier noch etwa 10 Minuten der Restwärme, ist aber kein Muss, vor allem, wenn man den Deckel kurz vor Schluss abnimmt.
Leider klebt das Brot erstmal im Bräter fest, lässt sich jedoch nach einer Weile des Abkühlens leicht rausholen.

Und fertig. :)

Diesen 3 Liter Römertopf» habe ich.
Ein Brot mit 500g Mehl wird bei dieser Größe etwas flach. Für uns werde ich zukünftig mit 800g Mehl backen, da das Brot bei uns zu schnell weggeht und ich nicht alle zwei Tage einen neuen Teig ansetzen möchte.
Ich hoffe, dass dir dein Brot gelingt und gut schmeckt ;-)