Der Römertopf
von Marina - 06.10.2022
Lange Zeit war er in Vergessenheit geraten, doch langsam wird er wieder beliebter, seit kurzem auch bei mir.
Viele kennen ihn vielleicht noch von ihren Eltern oder Großeltern - den Römertopf.



Ein Bräter aus Keramik mit Keramikdeckel. Der untere Teil des Bräters ist innen lasiert, damit man ihn auch gut wieder sauber kriegt. (Es gibt ihn aber auch unlasiert). Der Deckel dagegen ist nicht lasiert und wird gewässert, sodass man Dampfgaren kann und das Essen darin nicht austrocknet. Natürlich gibt es ihn auch in verschiedenen Größen und Formen und von verschiedenen Herstellern. Römertopf ist eine Marke und wird von der deutschen Firma Römertopf Keramik GmbH & Co.KG hergestellt.
Wofür ist er gut?
- Aufläufe
- (Rinder-, Gänse- usw.) Braten
- Ofengemüse
- gefülltes Gemüse (z.B. gefüllte Paprika, Auberginen, Zucchini),
- Dampfgaren (z.B. Fisch)
- Brotbacken
und vieles mehr.
Was man noch beachten sollte
- Den kalten Römertopf nicht in einen vorgeheizten Backofen stellen, da der Bräter sonst springen könnte. Also kalter Römertopf in kalten Ofen und dann einschalten. Dementsprechend verlängert sich durch das langsame Aufheizen auch die Backzeit um 10 bis 20 Minuten.
- Temperaturschocks sollten auch gemieden werden, damit der Bräter nicht springt, also keine kalte Flüssigkeit in den heißen Bräter beim Garen gießen.
- Bei Umluft ist eine Temperatur von 180°C erlaubt, bei Ober- und Unterhitze 220°C.Beim Gasherd mit Stufe 3 beginnen und nach 5 Minuten langsam auf Stufe 4 bis 5 gehen.
- Damit er gleichmäßig von allen Seiten von der Hitze eingehüllt ist, sollte er mittig auf der untersten oder zweituntersten Schiene stehen (nicht auf den Backofenboden).
- Für das Dampfgaren dreht man den Deckel um und füllt ihn für mind. 10 Minuten mit Wasser, damit der Ton das Wasser aufsaugen und beim Garen wieder abgeben kann.
- Für eine schöne Kruste bei Braten, Auflauf usw. nimmt man den Deckel 15 bis 20 Minuten vor Ende der Garzeit ab. Beim Brotbacken würde ich 5 bis 10 Minuten (je nach Vorliebe) empfehlen, wer keine Kruste mag, lässt den Deckel bis zum Schluss drauf.
- Natürlich sollte man beim Herausnehmen Backofenhandschuhe und Topfuntersetzer benutzen.
- Und zu aller Letzt: er ist nur für den Backofen gemacht!
Warum ich mich für den Römertopf entschieden habe
Schon seit einiger Zeit backe ich immer wieder unser Brot selbst. Was mich jedoch beim backen immer gestört hat, sind die beschichtete und viel zu eckige Brotbackform, der viele Backpapierverbrauch und die zu harte Kruste.
Da ich nie Lust auf ein festgeklebtes Brot in der eckigen, metallischen und beschichteten Brotbackform hatte, war immer Backpapier dabei. Dieses habe ich zwar mehrmals verwendet, bis es leicht auseinander riss, aber dennoch. Wenn man Jahre lang alle paar Tage frisches Brot backt, kommt da so einiges an Müll zusammen. Zudem blätterte mit der Zeit auch noch die Beschichtung ab und es fing an zu rosten, sodass es erst recht nicht mehr ohne Backpapier ging.
Und dann ist da wie schon erwähnt, das Problem mit der zu harten Kruste. Wenn man sich die ganzen online Rezepte anschaut, dann scheint alle Welt harte Krusten zu lieben. Bei mir zu Hause gibt es dagegen niemand, der es toll findet sich die Zähne auszubeißen.
Doch nachdem ich gesehen habe, wie meine Mutter in ihrem (no-name) Keramik Bräter ohne Backpapier und wunderbar gebacken, wie es hier jeder mag, Brot gezaubert hat, war ich hin und weg.
Also habe ich ihren Bräter ein paar Mal selbst ausprobiert und war begeistert, wie gut es lief. Und so schaffte ich mir auch einen an, wobei ich mir einen original Römertopf gegönnt habe.
Für die dicken Krustenfans ist er dennoch etwas. Man kann dicke und dünne Krusten mit ihm zaubern. Dafür nimmt man je nach Vorliebe den Deckel kurz vor Ende runter und backt z.B. die letzten 5 oder 10 Minuten ohne Deckel zu Ende.
Und da man darin mehr als nur Brot backen kann, möchte ich natürlich noch vieles anderes damit ausprobieren.
Hier kommt ihr zu meinem einfachen Brotrezept:
Dinkel-Vollkornbrot im Römertopf backen»
Andere Rezepte werden hier noch folgen, wenn ich sie erfolgreich ausprobiert habe.
Und diesen 3Liter Römertopf» habe ich.